Schwedische Karten
Ich bin inzwischen stolzer Besitzer diverser Schwedischer Karten … über die Strassen- und Landkarten (grün und blau und rot…) will ich allerdings nicht schreiben, da würdet ihr wahrscheinlich alle allein der Anzahl wegen nur mit dem Kopf schütteln (außer mein Papa!). Naja, aber einige kennen ja vielleicht auch meine Australienkarten und wären zumindest nicht überrauscht.
Bank heißt auf Schwedisch “Bank” (zumindest die mit dem Geld), und wenn man das ganz schnell ausspricht wird es zur Swedbank, meinem neuen Geldhaus hier in Schweden. Das ging eigentlich ganz einfach, benötigt waren allein Personalausweis und ein Papier der Universität, dass ich Student bin… fertig! Eine Unterschrift und ein Gespräch (10 Min.) mit einem netten Bankmitarbeiter über Deutschland, Schweden und Sport (Vorurteile und WM) später war ich Kunde. Das negative (für uns deutsche Studenten) am Bankensystem hier in Schweden: Bankkarte und Onlinebanking sind nicht kostenlos. Ich habe mir trotzdem beides gegönnt. Einfache Rechnung: 25 mal mit meiner deutschen Maestro-Karte im Supermarkt bezahlen kostet genau so viel wie die Gebühren der schwedischen Karte für ein Jahr (bei den Gebühren meiner deutschen Bank…), vom Bargeldabheben will ich mal gar nicht reden. Am selben Abend habe ich noch eine Überweisung aus Deutschland los geschickt, mit IBAN-Kontonummer ganz leicht. Dabei sah das System der Volksbank (PIN und TAN) gegenüber dem der Swedbank (“kleines Gerät”, siehe Foto) wirklich alt aus.
Bei PINs geht Schweden einen ganz anderen Weg: Es scheint nicht “erlaubt”, oder schlichtweg üblich, zu sein, den PIN vorzuschreiben
. Als ich meine Bankkarte das erste Mal in den Automaten steckte, fragte sie mich nach meinem gewünschten PIN, zwei Mal eingeben, fertig. Es gibt sogar einen Menüpunkt zum PIN wechseln. Nichts mit Hochsicherheitsumschlägen und so.
Typisch für Schweden auch in der Bank: Nummer ziehen, hinsetzen und wenig später drankommen. Es kann so einfach sein, Schlange stehen und springen in Deutschland werde ich nicht vermissen.

Die anderen Karten auf dem Foto: Zutrittskarte zur Universistät (braucht man um in Computerräume oder in den Ferien rein zu kommen) sowie eine Karte der örtlichen Bibliothek, dort haben wir uns erstmal ein paar Kinderbücher ausgeliehen… viele kleine Schritte
. Letztere gab es auch innerhalb von 5 Minuten mit dem Personalausweis und man konnte sich wieder den PIN selbst aussuchen, einfach auf einen Zettel schreiben, der anschließen zerknüllt im Mülleimer landete … sehr sicherheitsenspannt. Der PIN für die Universtitätskarte wurde zwar vorgegeben (Wow!), aber auch nicht versteckt oder so, sondern einfach aus einer großen Tabelle abgelesen… seeehr gelassen, allerdings kann ich die Sicherheitsrelevanz dieser Karte auch noch nicht so richtig einschätzen, schließlich mussten wir unseren gewünschten PIN für ein anderes Gebäude auch einfach in ein Formular eintragen. Vetrauen ist alles.
Eine kleine Meldung außer der Reihe: Ich kann euch alle nur Einladen, regelmäßig in unsere Blogroll hinein zu schauen, sie wächst im Moment stetig. Einen völlig anderen, erfahreneren Blick auf Uppsala und Schweden kann auch Thomas von www.fiket.de/ geben. Mal sehen ob dieser Blog mehrere Jahre aus Schweden berichten wird …
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