Erstes Nationenschnuppern

So, gestern war es nun soweit. Cliff, Mieke und Yorck durfte zum ersten Mal offiziell zu ihrer Nation. Wir bekamen erst eine sehr interessante Führung durch das Haus. Irgendwie wirkt das von außen gar nicht so groß. Es ist schön alt, aber gemütlich eingerichtet. Wir bekamen Infos über die verschiedenen Angebote, die die Värmlands-Nation anbietet. Darunter z.B. ein Chor (wo wir bald bestimmt Mieke wiederfinden), eine Theatergruppe, ein Fußballclub und ein Nur-Frauen-Volleyballteam (unverchämt sowas!).
Man kann auch als Austauschstudent in seiner Nation arbeiten, tut dies dann allerdings mehr aus sozialen und nicht finanziellen Gründen. Denn wie uns gestern offenbahrt wurde, liegt die Bezahlung für ca. 8 Stunden Arbeit bei ungefähr 230 Kronen, umgerechnet 24 Euro. Die Mathematiker unter euch haben bestimmt schnell umgerechnet….und ja, es sind wirklich nur 3 Euro pro Stunde :D . Soviel hat man schon zu seinen besten Zivi-Zeiten verdient. Unerschrocken wie wir sind, haben wir uns trotzdem mal in die Liste eintragen lassen. Mal sehen, was da auf uns zu kommt.

Zum Abschluß gab es dann noch das versprochene Abendessen. Es gab Reis mit Hühnchen. Nicht gerade ein Allerweltsessen, aber lecker. Dazu gab es noch eine Flasche Bier und sehr viel Wein gratis, was wir natürlich schamlos ausgenutzt haben. Zwischendurch wurden ein paar Reden gehalten und der Chor sowie die Theatergruppe haben etwas aufgeführt bzw gesungen.

Das  Highlight für uns waren natürlich die schwedischen Bräuche. Nachdem der erste Kurator das allseitsbekannte Lied
Helan går,
sjung hopp fadarallan lallan lej.
Helan går,
sjung hopp fadarallan lej.
Och den som inte helan tar
han heller inte halvan får.
Helan går! [TRINKEN!]
Sjung hopp fadarallan lej.

angestimmt hatte ging es auch schon munter los mit trinken. Er übergab dann das Privileg ein Lied anzustimmen an die “Ice-Cream Group”. Da war ich ja genau in der richtigen gelandet. Wir schnappten uns kurzerhand einen Schweden, der dann schnell zum Sprecher der Ice-Cream Group wurde, und stimmten das nächste Lied an.

So endete der Abend dann gemütlich gegen 21 Uhr in der Bar.

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