Russland Trip#76: 21.11-28.11

Erinnert an meinen noch unveröffentlichten Russlandbericht wurde ich letzte Woche als ich mit Vanessa im Willys Supermarkt war. Wir standen an der Kasse und vor mir sah ich unsere Betreuerin von dem Trip in ihren wunderschönen Skihosen, die sie ungelogen jeden Tag in Russland anhatte :-) Ich hatte direkt nach dem Trip schon angefangen ein wenig zu schreiben und das poste ich hier jetzt einfach mal!

Soo, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll…(November 2007)

Tag 1:

Letzen Mittwoch gings los. Morgens Tasche packen, mit Petra noch zum ICA lebenswichtige Sachen einkaufen, Handy Karte laden….Um halb zwei gabs eine Abschieds-Fika mit Flavia, Edita, Julia, Alice, Cliff. Geplant war es den Zug um 15:9 nach Stockholm zu nehmen zusammen mit Karin, Jodie und Ella. Den haben wir aber leider verpasst, da die Zeit beim Kaffee trinken einfach schneller vergeht als sonst :-)

Cliff hat uns zum Bahnhof gebracht und wir sassen dann letztendlich um viertel vor vier im Zug auf nach Stockholm. Am Bahnhof schnell Kronen zu Rubel machen und weiter zum Stockholmer Hafen Stadsgarden. Dort wurde wir von unserer Reiseleitung in Empfang genommen und wir bekamen unser Passports mit dem russischen Visa wieder. Ich weiss nicht wie oft ich in dieser Woche den Satz: “Don’t loose your passports!!”gehört habe. Bei einem Trip im vorigen Jahr musste jemand drei Tage länger in Russland bleiben, bis er seinen neuen Pass und Visum hatte. Mit den Pässen bekamen wir auch unsere Cabin-Cards für die Fähre, die erste Nacht des Trips. Am abend haben wir ein wenig das Schiff erkundigt, zu lustigen Liedern der noch lustigeren Band getanzt, alte Leute beim Tanzen beobachtet und sind dann letztendlich aber relativ früh schlafen gegangen um wenigstens am Anfang noch recht fit zu sein.

Tag 2:

Am Donnerstag morgen errreichten wir um ca. 7 Uhr in finnischer Zeit den Hafen von Turku. Von dort gings weiter mit dem Bus zur finnischen Grenze. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass wir ab dieser Minute ungefähr 51 Stunden auf diesen Plätzen im Bus sitzen würden–unsere neue Heimat für eine Woche. Die Busfahrt gestaltete sich recht gemütlich, viel geschlafen, geqautscht und gelacht. Um ca. 2 Uhr finnischer Zeit erreichten wir die finnische Grenze: aussteigen, Pass bereit halte, durchlaufen, wieder in den Bus. Kurze Zeit später kam auch die russische Grenze, wo es übrigens strengstens verboten ist Fotos zu machen :-) Hier dauerte die ganze Prozedur schon ein wenig länger. Der Busfahrer steigt aus, kündigt uns an, wir dürfen aus dem Bus raus, anstellen, Pass zeigen , Stempel, warten, rein in den Bus, Pass bereit halten und dem netten Grenzbeamten im Bus vors Gesicht halten. Yeah wir sind in Russland! Ungefähr 3 Stunden später errreichten St. Petersburg. Aufrgund der Dunkelheit und der beleuchteten Stadt wurde es eine sehr beeindruckende Einfahrt in die Stadt. Auf zum Hotel Ladoga, einchecken( mit 200 Leuten), Zimmer beziehen und los in die Stadt. Wir sind eigentlich mehr oder weniger immer mit den gleichen Leuten losgezogen. Die meisten aus Uppsala, Sophie aus Lund. Der Abend endete dann mit einem Bierchen in einer Pizzeria, die Geduld und Zeit zum russichen Restaurant suchen hatten wir an diesem Abend nicht mehr.

Tag 3:

Dieser Tag fing um 6 Uhr mit duschen, Kofferpacken und Früstücken an. Koffer zum Bus und hinsetzen. Abfahrt zur Guided Tour von Puschkin und dem Catherinen Palast im südlichen St.Petersburg. Da unser Hotel ziemlich im Norden von St. Petersburg lag brauchten wir für diese Strecke locker 1, 5 Stunden. Auf der Strasse die nach Moskau führt ist qausi Dauerstau. Abhilfe soll die neue Umgebungsstrasse führen die zum Teil eine Woche später eröffnet werden sollte. Angekommen am Catherinen Palace sollten wir erleben wie schwer es ist mit einer Gruppe durch die Kontrollen im Palace zu kommen. Nach wir unsere Jacken an der Garderobe abgegeben hatte, später als die anderen, da eine der Frauen sie einfach nicht mehr annehmen wollten, hetzten wir auf die andere Seite des Flurs um mit unserer Gruppe durch die Sicherheitsschleusen zu kommen. Dort herrschte regelrechter Krieg–Schulklassen, Senioren, Studenten: alle wollten gleichzeitig durch die Drehtüren. Die wichtigeste regel wurde uns schon im Bus eingetrichtert: Dont stop in the middle of the door!!!! Gesagt getan, durch und lustige blaue Plastiksäckchen über die Schuhe stülpen! Nach der Führung in dem wunderschönen, mit viel Gold bestückten Palast und einer netten Geschichtsstunde ging es weiter in den Schlossgarten und schliesslich zu dem kleinen Souvenir Markt vor dem Schloss. Dort haben wir dann begeistert die ersten Patrojschkas, Schals, Anhänger, Hüte,….gekauf, natürlich nicht ohne zu feilschen :-) Um ca. 2 Uhr wieder in der Innenstadt angekommen besuchten wir den Winterpalast/ Eremitage im Centrum von St. Petersburg. Da wir die Zeit um alle Bilder anzuschauen hatten eh nicht hatten (wenn man jedes Bild eine Minute bewundert, benötigt man 11 Jahre) nahm der Grossteil von uns an einer kleinen Führung von 1,5 Stunden teil. Da jedoch unsere tourleitung ehr auf russiche Geschichte und Theater spielen spezialisiert war, seilten wir uns nach ca 45 ab. Leider ist das Eremitage jedoche viel zu gross um in kurzer Zeit die bekannten Werke von zum Beispiel Rembrant, Picasso oder Monet zu bewundern und überhaupt zu finden. Somit irrten wir mehr oder weniger hilflos durch das Gebäude haben aber dennoch sehr, sehr viele schöne Gemälde gesehen. Nach diesem historischen und kulturellen Ausflug haben wir die letzen Stunden in St. Petersburg in einem netten chinesischen Restaurant verbracht (auch diesmal hatte keiner Geduld nach einem netten russischen Restaurant zu suchen–Hunger macht ungeduldig). Um 20:00 startete unser Bus dann vom Eremitage zur Übernachtfahrt nach Moskau. Die Nacht war leider sehr kurz, da man im Bus nicht sonderlich gut schlafen kann. Es sei denn man nimmt wie Karin Reisetabletten und schläft munter durch. Petra und ich haben ein nettes Video gedreht in dem wir kurz von der Strasse abkamen. Bemerken muss man hier, dass die Hauptstrasse von St.Petersburg nach Moskau nicht immer dem Standard unserer Autobahnen entspricht und, ohne zu übertreiben, man teilweise das Gefühl hat sich auf einen Feldweg zu befinden.

Tag 4:

Ziemlich müde wachte ich am nächsten morgen in Zelenograd auf, wo wir einen Frühstücksstop machten. Man stelle sich 200 Leute (3 Busse) gleichzeitig in einem normalen Mc Donalds an der Autobahn vor. Alle gleichzeitg auf die Toilette, Zähne putzen, Essen bestellen. Aufs essen habe ich verzichtet und weiter im Bus geschlafen bis wir ca. um 10 in Moskau zur Stadtrundfahrt ankamen. Auch hier stieg eine nette russische Dame zu uns in den Bus, die mit uns die Stadt im Bus erkundete. Als erstes aufgefallen ist mir, dass sich so gut wie niemand auf den Strasse aufhielt ausser Polizei und Militär. Ich habe noch nie soooo viele Polizisten und Soldaten auf einmal gesehen. Sie waren einfach überall, den ganzen Tag. Grund waren die bervorstehenden Wahlen und die Demonstrationen auf dem Roten Platz, den wir an diesem Morgen auch nicht näher sehen konnten. Nach der Stadtrundfahrt wurden wir zum Hotel gebracht….rieeesig…25 Etagen, Bowlingbahn, Discos, Casino,.. und ein super Zimmer. Wie auch in St.Petersburg teilte ich mir ein Zimmer mit Karin. Später sind wir dann mit der Truppe los in die Stadt. Erstes Highlight- Metro fahren. Übrigens sehr billig, ich glaube für eine 5er Karte haben wir nicht mehr als 3 Euro bezahlt. Unser Ziel war es Karten für das Ballet im Bolshoi Theater zu ergattern. Nach langen hin und her haben wir dann diese vor dem Theater einem Typen abgekauft–der sogenannte Schwarzmarkt. Zwischendurch haben wir die erste russische Spezialität ausprobiert: Pfannkuchen in mehreren Varianten. Das Ballet war super, auch wenn ich zwischendurch echt eingeschlafen bin…Aber so ging es mehreren :-) Nach diesem Kulturellen Ausflug ging es noch auf ein, zwei Bierchen in eine Kneipe und danach weiter ins Hotel.

Am nächsten Tag ging es dann recht früh zum Lenin Mausoleum, natürlich schon wieder mit gepackten Koffern im Bus. Um zwölf erwartete uns eine Führung durchs Kremlin—-sehr imposant. Den Rest des Tages gestalteten wir dann selber. Ella, Jodie Petra und ich liefen einfach ein wenig durch die Strassen un hielten uns recht lange auf dem Roten Platz auf, wo wir dann auch die anderen wiedertrafen und ein lustiges Gruppenbild mit russischen Soldaten entstand. Abends besuchten wir noch den Moskauer Zirkus und um 9 fuhren wir wieder zurück nach St. Petersburg.

Der letzte Tag in St. Petersburg war eigentlich auch der entspannteste- nettes Mittagessen in einer Pizzeria, dann zurück ins Hotel und ein wenig trinken um dann abends in einen St. Petersburger Klub zu gehen. Eigentlich vermuteten wir ja, dass alles zu hat einem Montag. In dem Klub Metro erwartete uns dann eine Überraschung: unsere gesammelte Truppe hob den Altersdurschnitt um einige Jahre an , erschreckend :-)

Die Nacht haben wir letztendlich durchgemacht—-um 5 zurück im Hotel, Kofferpacken, 7 Uhr Früstück und um 8 setzte sich der Bus mit allen!! Reisemitgliedern Richtung Turku( Fähre) in Bewegung.

Resumee der ganzen Reise: es war seeehr spannend, anstrengend, sehr lustig und vor allem anstrengend. Busreisen sind einfach nicht so mein Fall, obwohl es wahrscheinlich die einzige Möglichkeit in kurzer Zeit viel zu sehen. Hier alles so runterzuschreiben was man dort alles gesehen und erlebt hat, ist irgendwie auch sehr schwer. Fotos versuche ich auch noch mal hoch zuladen

.Gruppenbild auf dem Roten Platz

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