September 29, 2007 at 15:54
by daniel · Filed under kulinarisch, typisch Schweden
Wie viele sicherlich wissen, gibt es in Schweden ein staatliches Monopol auf Alkohol. Getränke mit mehr als 3,5 Prozent werden nur im Systembolaget verkauft. Dort haben Edita und ich heute ein (hoffentlich einmaliges) Erlebnis gehabt: Heute Abend wollen wir selbst eine kleine Kasque (“Kantorsgatan Gasque”) veranstalten. Der Systembolaget schließt Samstags um 15 Uhr, also eilten Edita und ich um 14.30 los, um für alle (15 Leute) Bier und Wein zu besorgen. Das klappte auch alles gut, das große Angebot und die vielen Leute haben uns kaum aufgehalten. An der Kasse kam dann nur das Problem: Edita hatte keinen Ausweiß dabei. Und ohne legitimation geht an der Kasse nichts! Ich habe 10 Sekunden vorher (ohne nach einem Ausweiß gefragt zu werden) noch ein paar private Dosen gekauft, war ab dem Moment wo Edita sich nicht ausweißen konnte (und es offensichtlich war, dass wir zusammen dort waren), ebenfalls nicht mehr erlaubt, Alkohol zu kaufen. Ich wurde dann während meines zweiten Einkaufes beobachtet und wieder freundlich darauf hin gewießen, dass ich nichts mehr kaufen dürfe… sehr ärgerlich! Wir werden also die Kasque mit den vorhandenen Alkoholvorräten zu begehen. Gut, dass wir den Schnapps gestern schon gekauft haben
, und man aus Fehlern am besten lernt.
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September 16, 2007 at 19:23
by birte · Filed under Kalmar, kulinarisch, Studentnation, typisch Schweden, Universitet, Uppsala
Ich hatte am vergangen Freitag meine Reccegasque in der Kalmar Nation. Auch wir sind nach der offiziellen Begrüssung im Universitätsgebäude frierend durch den Regen hinter der Kalmar Fahne zurück zur Nation maschiert, wo uns alle ein Glässchen Sekt erwartete. Read the rest of this entry »
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September 4, 2007 at 17:40
by cliff · Filed under kulinarisch, Studentnation, Uppsala
So, gestern war es nun soweit. Cliff, Mieke und Yorck durfte zum ersten Mal offiziell zu ihrer Nation. Wir bekamen erst eine sehr interessante Führung durch das Haus. Irgendwie wirkt das von außen gar nicht so groß. Es ist schön alt, aber gemütlich eingerichtet. Wir bekamen Infos über die verschiedenen Angebote, die die Värmlands-Nation anbietet. Darunter z.B. ein Chor (wo wir bald bestimmt Mieke wiederfinden), eine Theatergruppe, ein Fußballclub und ein Nur-Frauen-Volleyballteam (unverchämt sowas!).
Man kann auch als Austauschstudent in seiner Nation arbeiten, tut dies dann allerdings mehr aus sozialen und nicht finanziellen Gründen. Denn wie uns gestern offenbahrt wurde, liegt die Bezahlung für ca. 8 Stunden Arbeit bei ungefähr 230 Kronen, umgerechnet 24 Euro. Die Mathematiker unter euch haben bestimmt schnell umgerechnet….und ja, es sind wirklich nur 3 Euro pro Stunde
. Soviel hat man schon zu seinen besten Zivi-Zeiten verdient. Unerschrocken wie wir sind, haben wir uns trotzdem mal in die Liste eintragen lassen. Mal sehen, was da auf uns zu kommt.
Zum Abschluß gab es dann noch das versprochene Abendessen. Es gab Reis mit Hühnchen. Nicht gerade ein Allerweltsessen, aber lecker. Dazu gab es noch eine Flasche Bier und sehr viel Wein gratis, was wir natürlich schamlos ausgenutzt haben. Zwischendurch wurden ein paar Reden gehalten und der Chor sowie die Theatergruppe haben etwas aufgeführt bzw gesungen.
Das Highlight für uns waren natürlich die schwedischen Bräuche. Nachdem der erste Kurator das allseitsbekannte Lied
Helan går,
sjung hopp fadarallan lallan lej.
Helan går,
sjung hopp fadarallan lej.
Och den som inte helan tar
han heller inte halvan får.
Helan går! [TRINKEN!]
Sjung hopp fadarallan lej.
angestimmt hatte ging es auch schon munter los mit trinken. Er übergab dann das Privileg ein Lied anzustimmen an die “Ice-Cream Group”. Da war ich ja genau in der richtigen gelandet. Wir schnappten uns kurzerhand einen Schweden, der dann schnell zum Sprecher der Ice-Cream Group wurde, und stimmten das nächste Lied an.
So endete der Abend dann gemütlich gegen 21 Uhr in der Bar.
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August 25, 2007 at 9:39
by daniel · Filed under kulinarisch, Studentnation, typisch Schweden
Wir sind zwar schon ein paar Wochen hier, aber nicht jeder Austauschstudent (und die Schweden natürlich auch nicht) kommt in den Genuss eines Sprachkurses. Aber diese Woche war Einführungswoche für alle Austauschstudenten, denn auch die ohne vorherigen Sprachkurs (gar nicht mal so wenige) sind inzwischen angekommen.
Aus dem Katalog der Veranstaltungen haben wir und die Perlen gerausgepickt und die Stadtführungen links liegen lassen (Hey, wir kennen uns doch schon aus!). Also ging es direkt am Dienstag Abend zum Crayfish-Eating (Flusskrebse) zu Snerikes, wo wir einen ersten Eindruck von Schwedischer sanges und Trinkkultur bekommen konnten. Das Essen war eher schlicht gehalten, die Lieder konnten wir auch nicht so gut mitsingen (wer kennt schon die Melodien von schwedischen Saufliedern?), und so wirklich was gegessen hatte man auch nach mehreren Crapfishes nicht, da steckt ja nun wirklich nicht viel drin (zumindest wenn man nur die offensichtlich essbaren Teile zu sich nimmt…). Positiver Punkt des Abends: Wir konnten den Hintereingang zur üblichen Dienstags-Party benutzen. Diese verlief dem leeren Magen entsprechend durchaus heiter, nur leider machen die Schweden ja um 2 Uhr das Licht an. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Petra für die Fotos in der Gallerie!
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August 17, 2007 at 11:49
by daniel · Filed under kulinarisch, Touristen, typisch Schweden
Erst der zweite Eintrag diese Woche? Verständlich, denn ein wenig hat uns schon der Alltag eingeholt: Ausschlafen, vormittags die (überschaubaren) Hausaufgaben erledigen, ab 12:45 sammeln vor Cliffs Haus zur Abfahrt zum Sprachkurs. Dort dann schön schwedisch lernen oder auch mal kurzzeitig langweilen. Der Grund: als Deutsche hat man z.B. gegenüber den Asiaten (Wörter) oder Amerikanern (Aussprache), die auch im Kurs sind, einen seeeehr großen Sprachvorteil: viele ähnliche Wörter, überschaubare andere Aussprache. Lagom.
Gestern haben wir uns dann etwas vorgenommen für den Nachmittag: Einige gingen ins Schwimmbad (mit Blick auf den Dom aus dem Becken, soll sehr schön gewesen sein!), ich bin mit Vanessa, Thimna und Louisa zur Upplands-Nation gegangen, um dort Surströmming zu Essen. Um mir die Erinnerung zu ersparen, bitte ich euch den Eintrag auf Vanessas Blog zu lesen. Wenn ich so zurück denke, kommt die ganze Aktion in ihrem Artikel besser weg, als ich erwartet hätte
. Die Hinweise zur Handhabung im Wikipedia-Artikel sind übrigens nicht übertrieben! Mein Ergebnis: die ausstehenden (kulinarischen) Traditionen können nur schöner werden…
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