Uppskjutande

Montag ist Klausur. Advanced Computer Graphics and Visualization. Sehr interessanter Kurs – lernen ist trotzdem doof. Zumindest kann ich zur Zeit früh aufstehen. Eigentlich auch kein Wunder, wenn morgens um 6 die Sonne mein Zimmmer taghell erleuchtet. Diese Woche ist mir das Recht, obwohl eine Klausur einen Tag nach der Zeitumstellung schon beinahe an Nötigung grenzt – finde ich.

Gestern habe ich mich, eingeleitet bei einer Wikipedia-Recherche, von der spannenden Welt der Computergrafik ablenken lassen. Einige Entdeckungen fand ich interessant,und weil nicht-Informatiker ja vielen interessanten Dingen nicht begegnen, teile ich meine gerne :-) . Die Verzögerungstaktik für diesen Morgen lautet also: Blogartikel schreiben.

Utah teapotUtah teapot originalRay-traced image by Arvo and Kirk - The Six Platonic Solids

Links: Utah teapot, gerendert mit Raytracer. Mitte: Das Original von Melitta. Rechts: Ray-traced image by Arvo and Kirk – The Six Platonic Solids.

Jeder Computergrafiker kennt den weltbekannten Utah teapot. Jeder! Einfach mal Bildersuche machen oder einen Wikipedia-Artikel lesen – lesen bildet. Der Utah teapot hat es sogar schon ins Kino geschafft: Monster AG, Toystory. Gesehen habt ihr “ihn” also schon alle! (Neu auf meinem Wunschzettel.) Mehr über “historische” Datensätze gibt es bei der History of Computergraphics and Animation – Icons.

LenaLena original

Linkes Bild: Das Testbild “Lena”. Rechtes Bild: Das Original aus dem Playboy.

Ein zweite Geschichte, der ich (aus mir unerfindlichen Gründen) geradezu nachgehen musste, ist die von Lena. Lena ist ein Bild. Also eigentlich eine Schwedin (wie passend!), und auch Fotomodell. Lena hat vor langer Zeit mal für den Playboy gemodelt, und weil das Bild kompositorisch so gut geeignet war (!!) haben Pioniere der Bildanalyse es zum wissenschaftlichen Arbeiten (!) eingescannt. Inzwischen hat Lena sich zum standart gemausert – genau so wie der Utah Teapot. Hier gibt es die komplette Geschichte – rührend! Immerhin hat “sie” auch eine deutsche und englische Wikipedia-Seite und gehört damit doch eigentlich zum Allgemeinwissen, und ist gar nicht sooo geekish, oder? Und ich kann endlich das Nacktfoto von der to-do-Liste dieses Blogs streichen ;-) .

thighs_mri.jpghead.jpga_vm1440.gif

Quellen: http://www.nlm.nih.gov/research/visible/visible_gallery.html, http://www.madsci.org/~lynn/VH/annotated.html

Beim durchsehen meine Vorlesungsmitschriften (oh ja!) ist mir eine Notiz begegnet, der ich (mit des Zeitaufwandes natürlich bewusst) nicht wiederstehen konnte – es ist aber auch schon wirklich cool, was beim Visible Human Project (deutsch) passiert. Für den Hausgebrauch kann man den Körper eines Menschen online betrachten – ich empfehle diese Videos! Ich konnte noch so gerade wiederstehen, mir meine Festplatte mit sämtlichen Daten (60 Gigabytes) voll zu knallen – da doch lieber mal klein anfangen mit 5MB und dem Stanford Bunny. Ein anderes Mal vielleicht. Die Links auf der Projektseite verdeutlichen, wie viele Andwendungen und Anwender die Daten gefunden haben. Mein Interesse an CG sollte inzwischen gerechtfertigt sein, eller hur?

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

An animated trip through the Visible Human male cryosections – Visible Human Project®

Rechts auf der Seite gibt es inzwischen 2 Balken, die sich gefährlich rot gefärbt haben: Auch Birte hat nur noch wenige Tage in Uppsala. Schade. Traurig.

Und liebe Vanessa, falls du eifrig mit liest: Es gibt doch noch (statistische) Hoffnung!

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